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Kickoff 2017

Kick-Off-Veranstaltung 2017

2017 im Zeichen von „Film“: sechs Teilnehmer – sechs Filmprojekte

Am 26. Januar 2017 vergab die Jugendstiftung Baden-Württemberg sechs Mediamobile an Partner aus der Jugendbildung. Die Mediamobile beinhalten eine Medienausstattung im Wert von über 3.000 Euro, bestehend aus Laptop, Tablet, Actionkamera, Spiegelreflexkamera sowie Zubehör. Mit dieser mobilen Medienwerkstatt sollen vor allem im ländlichen Raum Medienprojekte in der außerschulischen Jugendarbeit durchgeführt werden.

Vergabe der Mediamobile: „Wie Weihnachten!“

Aus Ammerbuch, Ilmensee, Riedlingen, Geislingen und Schwäbisch Gmünd sowie dem Breisgau kamen Mitarbeiter aus verschiedensten Jugendeinrichtungen zur Jugendstiftung nach Sersheim angereist. Sechs Mediamobile warteten diesmal auf ihre neuen Besitzer. Einen Monat zu spät aber dennoch passend bezeichnete Programmleiterin Miriam Schmid diesen Tag für die Teilnehmer „als Weihnachtsfest“. An die wertvollen Geschenke sind aber auch Bedingungen geknüpft. Die Teilnehmer müssen beim Einsatz des Mediamobils und allen dabei entstehenden Projekten auf die Förderer – die Initiative Kindermedienland, die Landesanstalt für Kommunikation (LFK) sowie die Jugendstiftung – hinweisen. Die Projekte müssen alle dokumentiert werden. Darüber hinaus sollen sich die Partner als „Jugend-Medien-Coaches“ qualifizieren und an Netzwerktreffen teilnehmen. Hier können sich die Partner untereinander austauschen und auch gegenseitig „abschauen“, was im nächsten Landkreis geschieht.

Das Ziel: „Medienarbeit unabhängig vom Standort“

Die Handlungsorientierung der Jugendbildung ermöglicht es Jugendlichen auf einzigartige Weise ihre Medienkompetenz besonders in der Dimension der Mediengestaltung zu erweitern und Medien innovativ und kreativ für sich zu nutzen. Sie motiviert die Jugendlichen, Medien selbst zu gestalten. Die technische Ausstattung für Jugendmedienarbeit vor Ort im direkten Lebensumfeld Jugendlicher ist jedoch oftmals ungenügend. Einer der Teilnehmer bringt es auf den Punkt: „Wir sind weit weg vom nächsten Geräteverleih. Daher ist die Anschaffung eigener Technik immens vorteilhaft.“ Julia Rief von der LFK erklärt, dass mit den Mediamobilen „Medienarbeit unabhängig vom Standort“ ermöglicht werden soll.

Schwerpunkt „Filmarbeit“

Die neuen Besitzer der Mediamobile stellten auch die geplanten Medienprojekte vor:

  • Stadtjugendring Geislingen e.V.: Holger Schrag und Sven Renken vom Stadtjugendring wollen den in Geislingen gestarteten Bürgerbeteiligungsprozess „Mach5“ mit Beiträgen von und für Jugendliche unterstützen. Darüber hinaus ist ein „Der neue Stadtjugendring“-Film geplant.
  • Evangelisches Jugendwerk Breisgau-Hochschwarzwald: Oliver Zulauf, Evangelischer Bezirksjugendreferent Breisgau-Hochschwarzwald, hat für die Jugendarbeit der Bezirksjugendsynode geplant, einen Werbefilm herzustellen. Gerne will er auch das Mediamobil auf Konfirmanden-Wochenenden und beim Konfi-Camp einsetzen.
  • Gemeinde Ammerbuch: Laura Sennock, Jugendreferentin in Ammerbuch, will mit Grundschülern ein Trickfilm-Projekt starten. Sie plant, Jugendliche mit dem „Mediamobil“ stärker zu engagieren. Auch für Werbezwecke will sie auf Dorffesten das Mediamobil aktiv einsetzen.
  • Diakonie der ev. Brüdergemeinde Korntal gGmbH: Der Kinder- und Jugendbeauftragte der Gemeinde Ilmensee, Jens Braunschmid, will mithilfe des Mediamobils den Jugendtreff besser vermarkten. Geplant ist, Veranstaltungen zu filmen und ein Filmprojekt vom Drehbuch bis zum Schnitt durchzuführen.
  • Erzbischhöfliches Kinderheim Haus Nazareth, Riedlingen: Klaus Kappeler und Bernd Schmidl von der Offenen Jugendarbeit in Riedlingen wollen das Mediamobil als Freizeitangebot vor Ort etablieren. Zu ihren Plänen zählen die „Riedlingen Movie Challange“, ein Werbefilm über das Jugendhaus sowie eine Mediengruppe im Jugendhaus mit externen Partnern. Dafür haben sie bereits Kontakt zu Youtubern aus Riedlingen hergestellt, die ihre Teilnahme bei der Mediengruppe zugesagt haben.
  • DRK Kreisverband Schwäbisch Gmünd: Ilsabé Waldenmaier und Kezban Celik wollen mit dem Mediamobil die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen stärken. Bei der Zukunftswerkstatt wollen sie die Kamera des Mediamobils zur Berufsvorbereitung einsetzen. Die Jugendlichen sollen Bewerbungsfotos anfertigen können. Darüber hinaus soll das Ehrenamt unter den Jugendlichen gestärkt werden. Geplant ist, mithilfe des Mediamobils einen Action-Film über das Deutsche Rote Kreuz oder die Freiwillige Feuerwehr herzustellen.

Gegen Mittag kam dann „die Bescherung“ und die Technik wurde überreicht.

Das vom Kindermedienland geförderte Projekt „Im. Netz. Vor. Ort. Bei. Dir. Mach. Mit!“ will in erster Line die Medienkompetenz von Jugendlichen fördern. Im diesen Zuge werden Partner in der Jugendarbeit technisch ausgestattet, finanziell bei der Projektarbeit gefördert und in Medientechnik qualifiziert. Dieses Jahr werden dafür zwei zweitägige-Workshops durchgeführt: einer zum Thema „Programmieren mit Scratch und MakeyMakey“ und ein zweiter zum Thema „Ton bei Live-Events“. Im Juli findet zudem im Vorfeld des LFK-Jahresempfangs die Konferenz des Landesnetzwerks Aktive Medienarbeit BW statt.

Kontakt

Miriam Schmid 
07042 / 83 17 23 
schmid@jugendstiftung.de

www.jugendstiftung.de